Warum viele Fachportale beim Consent Management Umsätze liegen lassen
Es ist frappierend, wie viele Fachportale noch unzureichende Consent Management Plattformen (CMP) eingebunden haben, die nicht mindestens dem TCF 2.2 Standard entsprechen. Die daraus resultierende Problematik hat mehrere Dimensionen.
Das CMP verfügt über keine vernünftigen Schnittstellen, um umfängliche Vendorenlisten zu integrieren. Folge: Kundenfrust und Umsatzverlust.
Das CMP enthält zwar Schnittstellen, der Publisher setzt aber nur eine sehr beschränkte Anzahl von integrierten Vendoren um. Folge: Kampagnen können entweder gar nicht ausgeliefert werden oder vom Kunden gewünschte Trackings können nicht umgesetzt werden. Das kann dann zu Stornos führen oder zu Umbuchungen auf Portale, wo das Tracking umsetzbar ist.
Google Advertising Products verlangen nach dem Einsatz einer zertifizierten CMP. Auslieferung erfolgt nur bei Consent.
Werbung mit Tracking wird schon ausgespielt, obwohl der User noch gar nicht seine Zustimmung erteilt. Das ist nicht zulässig. Rechtlich der Worst Case
Publisher bieten dem User die Wahl,
a. nur notwendigen Cookies zuzustimmen
b. oder einen Alles Ablehnen Button zu betätigen
Beides ist zwar rechtlich konform, bietet aber dem User defacto einen halben Adblocker, da bei Ablehnen – und hier ist von Werten um die 50% auszugehen - nur noch trackingfreie Ads ausgespielt werden können.
businessAD und Ströer bieten ihren Publishern die kostenfreie Nutzung einer vorkonfigurierten Sourcepoint/Didomi CMP an. Wir haben dabei die Menge der Vendoren signifikant auf die umsatzrelevanten reduziert (ca. 160 Vendoren), um dem Transparenzgedanken Rechnung zu tragen.
Ein Alles Ablehnen Button wie in Punkt 5 umschrieben, sollte durch ein PUR Modell mit Hilfe des Dienstleisters contentpass oder mit Einbindung eines eigenen Paid Content Modells ersetzt werden, um eine möglichst hohe Zustimmungsrate zu erzeugen.
GB [04/26]