finanzen.net-Daily vom 26.11.2009

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Marktbericht vom Handel


Börse Frankfurt Schluss: Positiver Ausklang, US-Daten im Blick


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit moderaten Aufschlägen in den Feierabend verabschiedet. Der Dax gewann am Ende 0,58 Prozent auf 5.803,02 Indexpunkte. Für den MDAX ging es daneben leicht um 0,14 Prozent nach oben auf 7.334,37 Zähler. Der SDAX gab indes 0,29 Prozent ab auf 3.548,56 Stellen. Der TecDax zog deutlich um 1,38 Prozent an auf 791,85 Punkte. Der Bund Future verlor zuletzt 0,09 Prozent auf 122,61 Zähler.

Der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte Konsumklimaindex muss zum Jahresende leichte Einbußen hinnehmen. Laut dem Marktforschungsinstitut prognostiziert der Gesamtindikator nach revidiert 4,0 Punkten im November für Dezember einen Wert von 3,7 Punkten. Damit muss das Konsumklima zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang hinnehmen. Die Deutsche Bundesbank geht im Zuge der Auswirkungen der internationalen Finanzkrise von weiteren Herausforderungen für das deutsche Bank- und Finanzwesen aus. Demnach hätten sich die Finanzmärkte zuletzt zwar deutlich erholt. Dennoch seien für die deutschen Banken weitere Belastungen absehbar.

Aus den USA kam am Nachmittag reine regelrechte Flut an Konjunkturdaten herein. Laut Angaben des Arbeitsministeriums in Washington ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche überraschend deutlich um 35.000 auf 466.000 gefallen. Dagegen hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im November verschlechtert. Wie die Universität Michigan erklärte, verringerte sich der Gesamtindex von 70,6 Stellen im Vormonat auf 67,4 Punkte, nachdem zuvor vorläufig ein Wert von 66,0 Punkten ermittelt worden war. Volkswirte waren von einem Wert von 67,0 Punkten ausgegangen. Unterdessen hat sich die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe neuer Häuser im Oktober unerwartet deutlich erhöht. Ferner wiesen die persönlichen Einkommen und Ausgaben im Oktober Zuwächse aus. Der Auftragseingang langlebiger Güter ist im Oktober allerdings überraschend geschrumpft. Zum Xetra-Schluss boten die US-Indizes insgesamt ein leicht positives Bild.

Am Donnerstag findet in den USA wegen des Feiertags "Thanksgiving" kein Handel statt. Dementsprechend dünn dürften die Umsätze hierzulande sein, zumal auch nur Daten zu den Verbraucherpreisen auf der Agenda stehen.

DAX-Spitzenreiter waren K+S mit einem satten Aufschlag von 4 Prozent. adidas zogen um 3,9 Prozent und die Deutsche Telekom um 2,1 Prozent an.

Belastet von einem negativen Analystenkommentar verloren Papiere des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS (European Aeronautic Defence and Space) im MDAX 4,8 Prozent. Wie der Konzern am Dienstag erklärte, hat Turkish Airlines einen Festauftrag über zwei A330-200F erteilt und wird damit zu einem Neukunden für diesen Flugzeugtyp. Auf der Gegenseite zogen Pfleiderer um 5,2 Prozent an.

Der im TecDAX notierte Technologiekonzern AIXTRON hat einen Auftrag in den USA an Land gezogen. Demnach habe das Forschungsinstitut HRL Laboratories einen Auftrag über eine Close Coupled Showerhead-Anlage in einer 6x2-Zoll-Konfiguration platziert. Finanzielle Einzelheiten des Auftrags wurden nicht bekannt gegeben. Die Aktie verteuerte sich um 4,5 Prozent. Weitere Gewinner waren mitunter SolarWorld (+4,1 Prozent) und centrotherm (+2,5 Prozent).

DAX: 5.803,02 (+0,58 Prozent)
MDAX: 7.334,37 (+0,14 Prozent)
SDAX: 3.548,56 (-0,29 Prozent)
TecDAX: 791,85 (+1,38 Prozent)
DAX 5738,57 -64,5 minus -1,1%
TecDAX 786,01 -5,8 minus -0,7%
DOW J. 10464,4 30,7 plus 0,3%
NASDAQ Comp. 2176,05 6,9 plus 0,3%
MDAX 7263,1 -71,3 minus -1%
SDAX 3539,05 -9,5 minus -0,3%
S&P 500 1105,65 -0,6 minus -0,1%
EURO STOXX 2865,71 -31,2 minus -1,1%
NIKKEI 225 9441,64 40,1 plus 0,4%
K+S 43,9 +1,3%
adidas 38,1 +1,1%
Deutsche Telekom 9,9 -0,2%
Fresenius Medical Care 36,0 -0,2%
EON 27,2 -0,4%
Deutsche Bank 49,0 -1,8%
Volkswagen 85,0 -1,6%
Commerzbank 6,2 -1,5%
ThyssenKrupp 24,7 -1,3%
Infineon 3,2 -1,3%
Smartrac 17,2 +0,9%
Kontron 7,9 +0,8%
Rofin-Sinar 15,6 +0,4%
Carl Zeiss Meditec 10,9 +0,4%
SMA Solar Technology 87,6 +0,2%
Conergy 0,7 -2,6%
United Internet 9,2 -1,4%
MediGene 3,9 -1,3%
Software 73,3 -1,0%
Dialog Semiconductor 6,0 -1,0%
RATIONAL 116,8 +0,7%
HeidelbergCement 45,7 +0,5%
Pfleiderer 7,2 +0,3%
BayWa 25,2 +0,2%
Deutsche EuroShop 24,6 +0,2%
Bilfinger Berger 50,4 -2,3%
ProSiebenSat1 Media vz 8,4 -1,6%
Praktiker 8,1 -1,5%
KloecknerCo 16,2 -1,3%
Aareal Bank 13,9 -1,3%

Top-Thema des Tages


Porsche stellt sich auf weitere Milliardenverluste ein

STUTTGART (dpa-AFX) - Porsche leidet massiv unter der missglückten Volkswagen-Übernahme und stellt sich auf einen steinigen Weg zur Verschmelzung mit Europas größtem Autobauer ein.


Nach tiefroten Zahlen 2008/09 rechnen die Stuttgarter auch im laufenden Jahr mit einem Milliardenverlust. "2010 wird ein sehr schwieriges Autojahr", sagte der neue Chef der Porsche Holding und VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn am Mittwoch in Stuttgart. Für die Integration von Porsche als zehnte Marke in den VW-Konzern müssten noch hohe Hürden überwunden werden.

Im Ende Juli beendeten Geschäftsjahr 2008/2009 verbuchte die Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE trotz eines Gewinns im Autogeschäft unter dem Strich einen Verlust von 3,6 Milliarden Euro. Wegen der gescheiterten VW-Übernahme fielen Belastungen von mehreren Milliarden Euro an.

MASSIVE ABWERTUNGEN

Ausschlaggebend für die roten Zahlen war zum einen, dass die Stuttgarter ihre Optionen auf VW-Aktien abgewertet hatten, um diese besser verkaufen zu können. Dies belastete das Ergebnis mit 2,5 Milliarden Euro. Außerdem musste Porsche durch die Erhöhung der Beteiligung an VW auf 50,76 Prozent den Wolfsburger Konzern erstmals voll konsolidieren. Dies führte zu Belastungen von 3,1 Milliarden Euro.

Im Vorjahr hatte die Porsche Holding dank der Beteiligung an Europas größtem Autobauer noch einen Rekordgewinn von 6,4 Milliarden Euro verbucht. Für das laufende Jahr 2009/10 rechnet Holding-Vize und VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch mit einem niedrigen einstelligen Milliardenverlust. In der Dachgesellschaft sind das Porsche-Sportwagengeschäft und die Beteiligung an VW gebündelt.

PORSCHE BLEIBT EIGENSTÄNDIG

Winterkorn verteidigte die Verschmelzung der beiden Autobauer und versprach gleichzeitig, die Eigenständigkeit von Porsche zu erhalten. "Wir werden Porsche so pflegen, dass ein Porsche ein Porsche bleibt." Von dem Zusammenschluss profitierten beide Unternehmen - es würden "erhebliche Synergien" geschaffen und die Kosten gesenkt.

Die Integration der Sportwagenschmiede als zehnte Marke in den VW-Konzern erfordere aber Disziplin und Kooperationsbereitschaft auf beiden Seiten, betonte Winterkorn. "Auf diesem Weg gilt es sicherlich noch einige Hürden zu nehmen." Entscheidend sei, Porsche finanziell wieder auf sichere Beine zu stellen.

11,4 MILLIARDEN EURO NETTOSCHULDEN

Die Schwaben hatten bei der geplanten Übernahme von VW eine Nettoverschuldung von 11,4 Milliarden Euro angehäuft. Dieser Schuldenberg muss bis zur 2011 geplanten Verschmelzung mit VW abgetragen werden. Dazu soll eine Kapitalerhöhung bei Porsche beitragen. Auch bessere Kreditkonditionen sowie der Verkauf von zunächst knapp 50 Prozent von Porsche an Volkswagen für rund 3,9 Milliarden Euro sollen helfen.

Für das laufende Geschäftsjahr stellte der Chef der Porsche AG, Michael Macht, Zuwächse bei Absatz und Umsatz in Aussicht. In den ersten drei Monaten seien die Verkäufe jedoch erneut geschrumpft. Der Auftragseingang sei dagegen im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel gestiegen. Dies zeige, dass sich die Nachfrage langsam wieder belebe. Weitere Kurzarbeit oder Stellenstreichungen seien nicht geplant.

24 PROZENT WENIGER VERKAUFT

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verkauften die Schwaben mit 75.238 Sport- und Geländewagen 24 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz der Porsche AG ging um zwölf Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn aus dem operativen Autogeschäft sank im Jahresvergleich von rund einer Milliarde Euro auf 700 Millionen Euro. In einigen Jahren sei ein Absatz von 150.000 Fahrzeugen eine "realistische Größe", sagte Macht. Dazu werde die Produktpalette mit neuen Modellen ergänzt./sba/gl/dct/nl











Nachrichten Deutschland

BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Postbank AG will durch die Fokussierung auf ihre Produktpalette und die Verschlankung der Prozesse sicherstellen, dass sie ihr mittelfristiges Ziel einer nachhaltigen operativen Eigenkapitalrendite nach Steuern von rund 13% erreicht. mehr
NEUBIBERG (Dow Jones)--Der Halbleiterhersteller Infineon will künftig mit dem Handyproduzenten Nokia eine Entwicklungspartnerschaft eingehen. Infineon werde mit Nokia Lösungen für künftige Mobilfunkstandards entwickeln, so genannte Hochfrequenz-Transceiver-Lösungen, wie der DAX-Konzern mit Sitz in Neubiberg am Mittwoch mitteilte. mehr
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Commerzbank AG hat am Mittwoch ihre Ziele im Rahmen des Plans "Roadmap 2012" bestätigt. "Wir setzen unsere Strategie konsequent und in Teilen sogar schneller um als ursprünglich geplant. Das ist auch eine Antwort auf die Herausforderungen der Finanzmarktkrise", sagte CEO Martin Blessing anlässlich des Investorentags der Bank. mehr
Essen (aktiencheck.de AG) - Der Energieversorger RWE AG hat seine Beteiligung an dem US-Wasserversorger American Water Works Co. Inc. komplett veräußert. mehr

Nachrichten USA

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Online-Netzwerk Facebook bereitet sich auf einen Börsengang vor. Das Unternehmen führt eine Zwei-Klassen-Aktienstruktur ein, die den Einfluss bestehender Anteilseigner sichern soll. Zugleich stellte Facebook in einer Erklärung für US-Medien klar, ein Gang an die Börse stehe nicht unmittelbar bevor. Facebook ist mit mehr als 300 Millionen Nutzern das populärste Online-Netzwerk. mehr
New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Juwelierkette Tiffany & Co Inc. konnte sich auch im dritten Quartal dem schwierigen Marktumfeld entziehen und verbuchte ein Ergebnis oberhalb der Markterwartungen. Im Anschluss wurden die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben. mehr
Moline (aktiencheck.de AG) - Der US-Landmaschinenhersteller Deere & Co. präsentierte am Mittwoch die Geschäftszahlen für das vierte Quartal. mehr

Nachrichten International

Chertsey, Surrey (aktiencheck.de AG) - Die britische Compass Group plc , der weltgrößte Catering-Konzern, gab am Mittwoch bekannt, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 32 Prozent gestiegen ist, was mit Kostensenkungen und einem starken Umsatzwachstum zusammenhängt. mehr
London (aktiencheck.de AG) - Der britische Katalysatoren-Hersteller Johnson Matthey plc hatte in der ersten Jahreshälfte unter der schwierigen Absatzlage in der internationalen Automobilindustrie zu leiden und verbuchte einen Gewinnrückgang. mehr
Wien (aktiencheck.de AG) - Die österreichische S&T System Integration & Technology Distribution AG (S&T System IntegrationTechnology Distribution A), ein Anbieter von IT-Beratung, -Lösungen und -Services, gab am Mittwoch bekannt, dass das Vorstandsmitglied Georg Komornyik mit 31. Dezember 2009 einvernehmlich aus dem Unternehmen ausscheiden wird. mehr

Nachrichten Asien

Toyota (aktiencheck.de AG) - Die Toyota Motor Corp. gab am Mittwoch Details zu einer Rückrufaktion in den USA bekannt. mehr
Hamamatsu (aktiencheck.de AG) - Der japanische Automobil- und Motorradhersteller Suzuki Motor Corp. legt am kommenden Montag den Grundstein für sein geplantes Automobilwerk in Thailand. mehr

Analystenstimmen

Name Rating Analyst
CeWe Color Hold Close Brothers Seydler Research AG
Royal Dutch Shell Buy Société Générale Group S.A. (SG)
LVMH Buy UBS AG
Nordex Buy Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA
Gerresheimer Kaufen Bankhaus Lampe KG
METRO Verkaufen Independent Research GmbH
AIXTRON Kaufen Hamburger Sparkasse AG (Haspa)
France Télécom Akkumulieren Independent Research GmbH
Celgene Neutral Credit Suisse Group
Drägerwerk VZ Verkaufen Hamburger Sparkasse AG (Haspa)
Vivendi Outperform Exane-BNP Paribas SA
AXA Kaufen Independent Research GmbH
Praktiker Reduce Commerzbank Corp. & Markets
SAP Underperform Wedbush Morgan Securities Inc.
Cephalon Buy Jefferies & Company Inc.

Aktuelles



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